Manchmal können die Ursachen für körperliche Beschwerden durchaus auch im psychischen oder emotionalen Bereich verankert sein. Dies ist zum Beispiel häufig der Fall, wenn Symptome (wie z.B. Schmerzen) trotz richtiger Diagnose und guter schulmedizinischer oder auch naturheilkundlicher Behandlung "einfach nicht weggehen".

In solchen Fällen kann der Ansatz über eine Behandlung des psychischen Bereichs erfolgreich sein. Man kann sich das bildlich vielleicht wie bei einem Baum vorstellen, dessen Blätter "krank"sind und bei dem nach vergeblichen Behandlungsversuchen im Blattwerk die Behandlung der Wurzeln denn angestrebten Erfolg bringt.

 

 

Die klientenzentrierte Gesprächstherapie

Die Gesprächspsychotherapie, von dem amerikanischen Psychotherapeuten Carl Rogers begründet, wird heute auch klientenzentrierte, oder personenzentrierte Psychotherapie genannt. Sie hat sich neben den tiefenpsychologischen Therapien und der Verhaltenstherapie als drittes Verfahren in der Psychologie und der Psychotherapie etabliert.

Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch eine Vorstellung von sich hat, von dem was er eigentlich ist, wie er auf seine Umgebung wirkt und welchen "Wert" er für sich und für seine Mitmenschen hat. Dies nennt sich in der Gesprächstherapie das Selbstkonzept.

Wenn dieses Selbstkonzept durch äußere oder innere Umstände ins Wanken kommt, wenn der Mensch dadurch aus den Fugen gerät, können seelische Störungen entstehen.

Das innere Selbstkonzept und das äußere Erleben passen nicht mehr zusammen und es entsteht ein Leidensdruck, der das Seelenleben erheblich beeiträchtigen kann. In der Gesprächstherapie nennen wir das "inkongruent".

Die Gesprächspsychotherapie gehört zu den sogenannten humanistischen Methoden. Diese basieren auf der Annahme, dass wir als Mensch eine Ganzheit darstellen, die mehr als die Summe unserer Teile ist. Darüberhinaus besitzen wir für die Lösung unserer Probleme alle Ressourcen, sind uns dessen aber entweder nicht bewusst, oder wissen nicht, wie wir an diese Ressourcen gelangen können. Hier setzt nun die klientenzentrierten Vorgehensweise an.

 
Anwendungsbereiche der Gesprächstherapie:

Die Gesprächstherapie wird in unserer Praxis häufig angewendet bei:

  •  Depressionen
  • (depressiven Episoden, Stimmungstiefs, depressive Verstimmungen, Dysthymia)  
  • Anpassungsstörungen  
  • akuten Belastungsreaktionen  
  • Ängsten und Phobien  
  • dissoziativen Störungen  
  • somatoformen Störungen (siehe Text ganz oben auf dieser Seite)

 

Dies ist selbstverständlich keine abschliessende Aufzählung, die Gesprächstherapie kann z.B. auch auch bei Ängsten, Phobien, Burnout und anderen Beschwerden angewandt werden.

 

Anzahl der Sitzungen und Preise

 

Eine Gesprächstherapie beansprucht in der Regel nicht mehr als 12 bis 20 Sitzungen. Es können bei eher nicht-langfristigen seelischen Belastungen wie Trennungen, Beziehungsproblemen oder manchmal auch Trauerfällen, auch weniger Sitzungen genügen.

  • Der Abstand zwischen den einzelnen Sitzungen beträgt 7 - 10 Tage.
  • Die Sitzungen dauern jeweils 60 - 70 Minuten.
  • Preis pro Sitzung:  85.- €

 

 

sonstige Fragen und Antworten zur Gesprächstherapie

 

Kann ich erstmal unverbindlich mit Ihnen sprechen?

Selbstverständlich können Sie das. Wenn Sie möchten, verabreden wir einen Termin für ein Vorgespräch, bei dem wir uns kennenlernen und sehen ob "die Chemie stimmt" und ob die Aufnahme einer Therapie auch Erfolg verspricht. Wir schauen dann auch, wieviele Sitzungen voraussichtlich nötig sein werden und mit welchen Kosten das Ganze verbunden ist.  ... à propos Kosten: das Vorgespräch ist für Sie in jedem Fall kostenlos, auch wenn es mal länger dauern sollte.

 
Und wie gehen wir dann weiter vor?

Die weiteren Schritte finden dann in Form von Einzelsitzungen statt. Der Abstand zwischen den jeweiligen Sitzungen sprechen wir von Termin zu Termin jeweils ab. Anfangs beträgt er etwa vier bis sieben Tage, in dringenden Fällen auch weniger. Gegen Ende des gemeinsamen therapeutischen Weges wird der Abstand dann nochmal länger und kann durchaus mehrere Wochen zwischen den Sitzungen betragen.


Beteiligt sich meine Krankenkasse an den Kosten?

Wenn Sie privat versichert sind, können die Leistungen unter bestimmten Voraussetzungen durch Ihre private Krankenversicherung übernommen werden. Voraussetzung ist eine bestehende Indikation oder Diagnose für eine Psychotherapie. Einige privaten Versicherungen haben allerdings alle psychotherapeutischen Verfahren kategorisch von der Erstattung ausgeschlossen.
Die Honorare orientieren sich bei privaten Krankenversicherungen an der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH). Leider stammen diese Sätze noch aus dem Jahr 1984, die Differenz zwischen der Kassenleistung und unseren o.g. Honoraren müssten Sie gegenenfalls also selbst übernehmen.


Gesetzliche Krankenkassen übernehmen leider nicht die Leistungen  für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz.